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Wohnungseigentum: „Freunde, seid nicht feige, …!“

(ho) „Freunde, seid nicht feige: lasst mich hinter den Baum!“ Das mag sich Wohnungseigentümer Q gedacht haben, der in der Wohnungseigentümerversammlung erfolglos beantragt hatte, den bisherigen Verwalter nicht wieder zu bestellen, und der gegen den Wiederbestellungsbeschluss der übrigen Eigentümer gestimmt hatte. Nur wegen seines abgelehnten Antrags ficht er an, nicht wegen des gefassten Wiederbestellungsbeschlusses der anderen Eigentümer. Er scheitert damit in 1. Instanz.

Das Landgericht (LG) Lüneburg bestätigt die Entscheidung im Beschwerdeverfahren (Beschluss vom 17.5.2019 - 3 S 3/19, veröffentlicht in IMR 2020, 155).
Die Anfechtungsklage sei schon unzulässig; ihr fehle bereits das Rechtsschutzbedürfnis, so das LG Lüneburg logisch und zu Recht. Denn der nicht mit angefochtene Wiederbestellungsbeschluss sei bestandskräftig geworden.

Der Verwalter könne deshalb auf jeden Fall weiter tätig sein, eine Klage nur gegen den abgelehnten eigenen Antrag dagegen sei deshalb sinnlos. Denn Q könne aus keinem Gesichtspunkt einen schutzwürdigen Vorteil erlangen. Sein Klageziel, eine weitere Tätigkeit der bisherigen Verwaltung zu unterbinden, sei damit nicht mehr verfolgbar.

Nähere Informationen zum Verhältnis zwischen Wohnungseigentümer und Verwalter:
Broschüre "Streit mit dem WEG-Verwalter", 1. Auflage 2016, 12,95 €, zuzüglich Versandkosten bei Einzelbestellung, 110 Seiten, ISBN 978-3-939787-83-9, zu beziehen über Haus und Grund Niedersachsen, E-Mail: info@haus-und-grund-nds.de; Fax: 0511/97329732.

© Dr. Hans Reinold Horst

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