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Grundstücksnutzung: Nicht als Privatzoo!

(ho) Ein Hauseigentümer schafft sich immer mehr Tiere an und hält sie im Grundstücksaußenbereich seiner Doppelhaushälfte. So sammelt er mehrere Hunde, Enten, Gänse, Hasen, Frettchen, Katzen und Papageien. Die Nachbarn beschweren sich über Lärm und über Geruchsbelästigung und wenden sich an die Behörden. Die „Tierfarm“ in ihrer Nachbarschaft müsse dringend kleiner werden.

Stimmt, sagt das Verwaltungsgericht (VG Stuttgart (Urteil vom 10.5.2019 - 2 K 6321/18, juris). Die Haltung von Kleintieren in Wohnräumen und in Nebenanlagen dürfe insgesamt den Rahmen einer typischen Freizeitbetätigung nicht sprengen. Nur in diesem Umfang sei in einem reinen Wohngebiet eine nach außen wahrnehmbare Tierhaltung erlaubt. Entscheidend sei, dass ein vorbei flanierender Passant wegen der vielen Tiere auf dem Grundstück nicht annehmen müsse, es handle sich um den Außenbereich einer Zoohandlung. Das sei bauplanungsrechtlich unzulässig (ebenso: VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 17.12.2019 - 8 S 2711/19, BauR 2020, 619 zur planungsrechtlichen Zulässigkeit einer Klein- bzw. Haustierhaltung in den Außen- und Wohnbereichen eines Grundstücks in einem reinen Wohngebiet; VG Hannover, Beschluss vom 29.10.2019 - 12 B 3169/19, juris zum Eilrechtsschutz gegen die Untersagung der Nutzung eines Grundstücks in einem allgemeinen Wohngebiet für die Haltung von 6 Hunden - unzumutbare Belästigung durch Hundegebell).

Nähere Informationen zur Nutzung des Grundstücks Außenbereichs und zur Abwehr dadurch entstehende Beeinträchtigungen für Nachbarn bietet die Broschüre „Abwehr nachbarlicher Störungen", ISBN-Nr. 978-3-96434-007-8, Preis 14,95 € inklusive MwSt. zuzüglich Versandkosten bei Einzelbestellung, zu beziehen über Haus und Grund Deutschland.

© Dr. Hans Reinold Horst

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