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Plädoyer fürs Eigenheim

(ho) Immobilienpreise haben in der jüngeren Vergangenheit deutlich zugelegt; Einfamilienhäuser sollen nach Medienverlautbarungen auch für den Mittelstand kaum noch oder schon gar nicht mehr finanzierbar sein. Jetzt sollen Einfamilienhäuser in Zukunft nicht mehr gebaut werden dürfen, so jedenfalls die Meinung des Grünen-Fraktionschefs im Deutschen Bundestag Anton Hofreiter.
Hintergrund dieser Meinung:
Einfamilienhäuser seien energetisch nicht so effizient, nicht altersgerecht und verbrauchten zu viel Fläche. Sie sorgten für Zersiedelung und für ein unnötig hohes Verkehrsaufkommen. Daraufhin hagelte es Proteste - die Grünen schwächten ab, relativierten und ruderten zurück. Die Aussagen seien verfälscht worden…

Tatsache ist:
Es gibt keine „coronakonformere“ Wohnform. Und: Ob ein Haus energieeffizient oder altersgerecht ist, hängt von seinem Bauzustand ab, nicht von der angebotenen Wohnform. Ob weitere Fläche verbraucht wird, entscheidet sich nur danach, ob neu gebaut - dann ja - oder im Bestand verändert wird - dann nein. Auch beim Neubau bleibt zu klären, ob der Flächenverbrauch im Vergleich zum Geschosswohnungsbau „zu viel“, also unverhältnismäßig ist. Die Antwort lautet klar: Nein. Denn Bauland ist teuer. Das klassische freistehende Einfamilienhaus mit großzügig zugeschnittenem Grundstück ist deshalb sowieso schon auf dem Rückzug. Im Trend liegen Reihenhäuser und Doppelhaushälften. Je stadtnäher gebaut wird, je teurer die Baupreise und desto kleiner deshalb das Grundstück.

Zu den Stichworten „Zersiedelung“ und „Verkehrsaufkommen“: Ohnehin schon geplant sind Baulückenschlüsse und stärker verdichtete Innenstädte. Aber darüber hinaus eine noch stärkere Verdichtung mit noch weniger Freiraum, noch weniger „grüner Lunge“, möglichst mit reiner Hochhauskulisse und extremer Feinstaubbelastung durch den dann auch dort dichteren Straßenverkehr - ist es dass, was man als Alternative will? Das Gerangel um Dieselfahrverbote einerseits und die soziologischen wie psychologischen Erfahrungen aus dem Bau von Satellitenstädten in den 1950er bis 1970er Jahren andererseits sollten uns klüger machen. So entstehen noch komprimiertere Ballungsräume.

Jeder 4. Deutsche träumt davon, in einem Einfamilienhaus zu wohnen. Die beste Form, Träume zu leben, ist aufzuwachen und sie zu verwirklichen. Deshalb hat das Einfamilienhaus eine Zukunft. Denn Menschen in diesem Land müssen ihre Träume vom Wohnen verwirklichen können. Wer jemals im eigenen Haus gelebt und Unterschiede im Wohnen kennengelernt hat, weiß das - und schätzt das.

Wir brauchen eine Politik, die Menschen in den Mittelpunkt stellt und ihnen hilft, ihre Wohnträume zu verwirklichen. Dafür steht Haus & Grund. Eine Politik, die nur Ideologien zum Maßstab macht und Neiddiskussionen aufgreift, verfehlt ihr Ziel. Einer solchen Politik widersprechen wir entschieden.

Dr. Hans-Reinold Horst
- Vorsitzender -
Haus & Grund Niedersachsen

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